Ablauf
Leadinformationen
Nicht „die Katze im Sack“ kaufen
Damit Sie besser einschätzen können, ob Sie einen bestimmten Lead kaufen sollen oder wie viel Sie in einer Auktion bieten wollen, zeigen wir Ihnen vorab mehr Details aus der Anfrage:
- Wie möchte der Interessent kontaktiert werden (per E-Mail, telefonisch, persönlich, per Post)?
- Welchen Berufsstatus hat der Interessent: Arbeitnehmer, Selbstständig, Pensionär, Student...? Nur KV-Voll
- Ist der Interessent jetzt in der GKV oder PKV versichert? Nur KV-Voll
- Bei welcher Krankenkasse ist der Interessent versichert (DAK, HEK, andere)? Nur KV-Zusatz
- Ist das Freitextfeld Optionale Mitteilung ausgefüllt?
Es werden ebenfalls die bekannten Daten angezeigt:
- Sparte/Produkt
- Postleitzahl
- Geschlecht
- Alter
- Scorebereich A - N (Ratingklassen nach Schufa).
Der Leadtitel gibt folgende Daten im Überblick für Sie wider, damit Sie jederzeit die wichtigsten Kriterien im Blick haben:
- Produkt (bei KV-Voll auch Berufsstatus)
- KW = Kontaktwunsch (Wie möchte der Interessent kontaktiert werden?)
- Kamp = Leadkampagne: Standardmäßig betritt ein Interessent unsere Website direkt durch Eingabe der URL/Internetadresse: www.hansemerkur.de oder auch aus der Trefferliste einer Suchmaschine. In diesem Fall heißt die Leadkampagne "HM.de". In anderen Fällen lässt sich der Interessent von anderen, bezahlten Websites "Affiliate"-Programme) oder bezahlte Anzeigen bei Google "SEM" auf unsere Website locken. Dabei handelt es sich um zentral gesteuerte Internetvermarktung unserer Website.
- PLZ (Postleitzahl des Interessenten)
- Bei KV-Voll zusätzlich die Vorversicherung (GKV oder PKV)
- Geschlecht
- Alter
- Scorebereich
- *In Sternchen*: zusätzliche Angaben zum Feld Optionale Mitteilung (zum Beispiel auch der Hinweis, wenn uns keine Erlaubnis für die Bonitätsprüfung vorlag).
Hier exemplarisch ein Leadtitel für Sie und die Erklärung:
KV-Voll Andere KW: per Telefon Kamp: SEM PLZ: 72108 Bisher versichert: privat (PKV) weiblich Alter: 30 Scorebereich:D * Option. Mitteilung: ja *
Dabei handelt es sich um die KV-Voll Anfrage einer 30jährigen Frau, die über unsere Google Marketing-Kampagne auf HanseMerkur.de gekommen ist (SEM-Kampagne). Sie ist weder Arbeitnehmerin, Beamte noch Selbstständige – hat also einen anderen Berufsstatus, z.B. Hausfrau, Studentin, Rentnerin o.ä. . Sie ist privat versichert, hat einen überdurchschnittlich guten Scorewert D und sie hat eine Optionale Mitteilung hinterlassen, die Sie schon vor Kauf oder Gebotsabgabe auf der Detailseite des Leads einsehen können. Die Interessentin möchte telefonisch kontaktiert werden.
In den Online-Formularen zu KV-Zusatz wird die Krankenkasse der Interessenten abgefragt. Anfragen von DAK-Versicherten werden nur den Vertriebspartnern der Spezialorganisation zugänglich gemacht. HEK-Versicherte werden nur für Vertriebspartner der Stammorganisation freigeschaltet.
In den Online-Formularen wird seit Anfang Oktober 2011 auch die Telefonnummer als Pflichtfeld abgefragt. Wir weisen Sie darauf hin, dass die Angaben in diesem Feld nicht auf Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft werden können. Trotzdem sind wir davon überzeugt, dass diese Maßnahmen zu einer besseren Leadqualität und zu einer Erhöhung der ernst gemeinten Anfragen führen.
Optionale Mitteilung
Im Freitextfeld Optionale Mitteilung haben unsere Interessenten Platz für freiwillige, zusätzliche Angaben. Daraus folgt, dass hier alle Arten von zusätzlichen Angaben hinterlassen werden - von gesundheitlichen Problemen, über Wechsel von einem Mitbewerber bis hin zu persönlichen Daten (z.B. Name, Telefonnummer, E-Mail Adresse).
Sobald im Leadtitel * Option. Mitteilung: ja * angegeben ist, dürfen Sie hier nachschauen ob z.B. Vorerkrankungen angegeben sind - damit können Sie besser entscheiden, ob Sie diesen Lead kaufen wollen.
Jeder Leadkäufer hat aber Anspruch darauf, dass er/sie exklusiven Zugriff auf den erworbenen Kontakt hat. Falls hier also persönliche Daten angegeben sind, ist ein unberechtigter Kontakt zum Interessenten nicht erlaubt. Ein unberechtigter Kontakt findet dann statt, wenn Sie nicht Käufer des entsprechenden Leads sind.Die unberechtigte Kontaktaufnahme ist nicht erlaubt und verstößt gegen die Fairness zwischen den Teilnehmern. Betreffende Vertriebspartner müssen mit der Sperrung für die AuktionsPlattform rechnen.
So viel ist ein Lead „wert"
Wie erfolgversprechend ein Lead ist, müssen Sie anhand der Angaben für sich selbst bewerten. Dafür geben wir Ihnen sehr viele Details an die Hand. Nach wie vor gilt: Es handelt sich um einen "Leadtopf", in dem es alle Arten von Anfragen gibt. Es kann ein Mitbewerber sein, der uns ausprobiert. Oder ein Interessent, der sich Gegenangebote einholt. Möglicherweise auch ein Makler, der sich so ein Angebot rechnen lassen will. "Fehlkäufe" - also Leads, bei denen kein Kontakt oder kein Vertragsabschluss möglich ist, müssen Sie einkalkulieren.
Weiterhin ist die „Wertigkeit“ eines Leads von Ihnen und Ihrer Agentur abhängig - z.B. wenn Sie sich auf bestimmte Produkte oder Sparten spezialisiert haben oder große Kundenbestände verwalten. Auch der gewünschte Kontaktweg ist ein Hinweis auf die „Wertigkeit“ eines Leads. Wenn ein Interessent telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch beraten werden möchte, könnte Ihnen dieser Lead mehr wert sein als ein vergleichbarer Lead mit gewünschtem Kontaktweg per E-Mail oder Post.
Leads aus weiteren hausinternen Quellen
Seit Oktober 2011 werden Leads auch aus weiteren Quellen auf der AuktionsPlattform eingestellt. Zunächst betrifft dies Anfragen per E-Mail ([email protected]), telefonische Anfragen und Angebotsanfragen aus dem Online-Formular „Allgemeine Anfrage“. Gerade bei den Anfragen per E-Mail kann leider nicht gewährleistet werden, dass immer eine Telefonnummer enthalten ist. Aus datenschutzrechtlichen Gründen darf bei diesen Anfragen nur die postalische Prüfung und die Personenidentifizierung durchgeführt werden, aber keine Bonitätsprüfung.
Bonitätsprüfung und Scorewertanalyse
Die HanseMerkur arbeitet im Rahmen des Leadmanagements mit der Firma CreditPass® zusammen. CreditPass bietet den in Deutschland umfangreichsten Zugriff auf alle renommierten Datenquellen zur Bonitätsprüfung – und das in Sekundenschnelle. Die Abfragen und Anbieter lassen sich dabei für jeden Einsatzbereich individuell kombinieren. Die Möglichkeit der individuellen Konfiguration der Abfragearten und die Möglichkeit, diese jederzeit flexibel zu ändern, sind die Vorteile von CreditPass. Dadurch kann die Bonität der Kunden und somit auch das Risiko höchst effizient und zuverlässig bewertet werden. Um eine Deckungsgleichheit bei der Risikobewertung mit der Antragsprüfung durch die Abteilung B zu erreichen, arbeiten wir auch mit der Auskunftei Schufa.
Eingehende Anfragen von Interessenten (Nichtkunden) werden nach folgendem Schema geprüft:
Schritt 1: Postalische Prüfung:
Zunächst wird geprüft, ob die angegebene Adresse existiert. Anfragen mit falschen Adressdaten werden ggf. mit den korrekten Daten angereichert oder im schlimmsten Fall aussortiert.
Schritt 2: Personenidentifizierung
Sofern Schritt 1 erfolgreich war, werden die zu dem Interessenten vorliegenden Personendaten geprüft.
Schritt 3: Bonitätsprüfung
Danach werden zu dem Interessenten vorliegende negative Bonitätsmerkmale ermittelt. Wird ein sogenanntes Negativmerkmal gefunden, wird der entsprechende Lead nicht auf der AuktionsPlattform eingestellt.
Schritt 4: Scorewertanalyse
Wenn keine Negativmerkmale gefunden werden, wird mit einem anerkannten mathematisch-statistischen Verfahren ein Personen-Scorewert vergeben. Dieser beschreibt das Zahlungsverhalten der Person.
Alle Anfragen, die diese Prüfungen nicht "bestehen", werden nicht auf der AuktionsPlattform eingestellt. Auf diese Weise filtern wir vorab etwa 18% der Anfragen aus und sichern dadurch eine möglichst gute Qualität der Leads.
Bonitätsprüfung durch die Schufa
Im Rahmen der Antragsprüfung durch die Abteilung B, wird die Bonität durch die Schufa ermittelt. Um Ihnen hochwertige Leads anbieten zu können, nutzen wir diese ebenfalls für die AuktionsPlattform. Die von der Schufa errechneten Scorewerte werden in übersichtlichen Scorebereichen von A bis P eingruppiert, wobei A = exzellent und P = sehr hohes Bonitätsrisiko ist. Auf der AuktionsPlattform werden nur Leads mit den Ratingstufen A bis N (ohne Negativmerkmale) eingestellt.
Sollte einmal, z.B. aus technischen Gründen, keine Abfrage möglich sein, wird dies ebenfalls im Leadtitel angezeigt. Der entsprechende Terminus heißt: *KEIN Bonitätscheck*. Dieser wird auch bei den Leads verwendet, die aus den Leadquellen stammen, wo wir keine Erlaubnis für eine Bonitätsprüfung haben (siehe obiger Absatz Leads aus weiteren hausinternen Quellen). Die Scorebereiche werden in den Leadtiteln angegeben. So erkennen Sie bereits am Leadtitel, ob potenziell ein niedrigeres oder höheres Stornorisiko besteht.
